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Wartburg-Produktion (Signale 1973-2)

Wartburg-Produktion (Signale 1973-2)

Gespeichert von Stephan am Mi., 25.04.1973 - 16:14
AWE-Karosseriebau

...mit KURS 73 - AWE

 

Die Planziele 1973 für den VEB Automobilwerk Eisenach enthalten die Steigerung der WART­BURG-Produktion um 5,2 Prozent Pkw sowie der Ersatzteilfertigung um 6,6 Millionen Mark. Abgesteckt ist eine entsprechende Steigerung der Arbeitsproduktivität um 6,2 Prozent.

Um bei noch rationellerer und effektiverer Gestal­tung der Produktion diese Zielsetzungen zu realisieren, entwickelten die Eisenacher Auto­mobilwerker als traditionell plantreue Partner der Volkswirtschaft neue Methoden im sozia­listischen Wettbewerb.

 

Bereits im Dezember vorigen Jahres hatte Betriebsdirektor Hellbach darauf hingewiesen, daß „die Aufgaben des 73er Planes der wei­teren Lösung der vom VIII. Parteitag der SED gestellten Hauptaufgabe dienen und die wich­tigsten Entscheidungen zu deren Durchsetzung auf dem Gebiet der Wirtschaft fallen". Abge­leitet davon orientierte der Betriebsdirektor zugleich auf Schlußfolgerungen und Schritte zum Erreichen der hochgesteckten Planziele 1973.

 

Für die beschlossene Weiterführung des sozia­listischen Wettbewerbs formulierten die Auto­mobilwerker das Motto „Kurs 73 — AWE" und konkretisierten den Inhalt mit

A = Alle Reserven nutzen,

W = Wettbewerb nach Maß,

E = Ein Prozent über den Plan.

 

Das Neue im sozialistischen Wettbewerb im Werk besteht darin, daß die verstärkte An­wendung der Leninschen Wettbewerbsprinzi­pien erfolgt, indem insbesondere der Wett­bewerb von Mann zu Mann durch die Besten­bewegung sowie der persönlichen und kollek­tiven Pläne die grundsätzliche Voraussetzung zur Teilnahme aller Werktätigen am Wett­bewerb schafft und sich aus der neuen Form des Leistungsvergleichs von Kollegen zu Kol­legen die weitere Steigerung der Arbeitspro­duktivität ergibt. Wertvolle Hilfen dabei sind Orientierungen an sowjetischen Arbeitserfah­rungen und das Vorbild der Stschokino-­Methode.

Wie die Erschließung noch vorhandener Reserven zur vorgesehenen Zeit- und Kostensenkung führt, wird daran deutlich, daß z. B. in der Neuerer- und Rationalisierungsarbeit allein im Planjahr-Startmonat Januar ein 30 Prozent höherer Vorschlagseingang als im glei­chen Monat des Vorjahres erfolgte, der vor­aussichtlich 200 TM Selbstkostensenkungen und 16 500 Nh Arbeitszeiteinsparungen ent­hält. Die größten Steigerungsraten an derartigen Neuerer- und Rationalisierungsinitiativen sind dabei zu verzeichnen für die Produktionsvorbereitungsbereiche im Werkzeug- und Maschinenbau und in Verwaltungsbereichen sowie für Fahrwerkbau, Schmiedebereiche und Getriebebau.