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Neue Maßstäbe (Signale 1976-6)

Neue Maßstäbe (Signale 1976-6)

Gespeichert von Stephan am Mi., 15.12.1976 - 22:09

der Intensivierung - AWE-Beispiel

In den Dokumenten des IX. Parteitages der SED wird für die weitere Entwicklung der Volkswirtschaft der DDR ausgewiesen, daß nur auf der Grundlage einer anhaltend stabilen und proportionalen Entwicklung der gesellschaftlichen Produktion das Wechselverhältnis zwischen Wirtschafts- und Sozialpolitik, zwischen der Erhöhung der Produktion und der Verbesserung der Lebensbedingungen gestaltet werden kann.

 

Zur Steigerung der Effektivität und Produktivität ist der Plan Wissenschaft und Technik infolge seines komplexen Charakters ein entscheidendes Instrument. Bedeutung und Komplexierung des Planes Wissenschaft und Technik bestehen darin, daß hier die Pläne Forschung und Entwicklung, der technisch-organisatorischen Maßnahmen, der Neuerer, der Qualifizierung und der Vorbereitung und Realisierung von Investitionen zusammenlaufen, die alle für sich schon wesentlichen Einfluß haben auf die Vertiefung des Intensivierungsprozesses. Daß und wie nun im VEB Automobilwerk Eisenach die Gemeinschaftsarbeit von Arbeitern und Ingenieuren für hohes Tempo sorgt, verdeutlichte die Ende September/Anfang Oktober durchgeführte Betriebskonferenz.

 

Dort berieten über 200 Neuerer, Rationalisatoren und Erfinder, Leiter und Funktionäre, welche Wege der Intensivierung beschritten werden müssen, um die Ziele des Planes 1977 und des gesamten Fünfjahrplans zuverlässig abzusichern. Den Eisenacher Automobilwerkern ist im Zeitraum von 1976 bis 1980 die Aufgabe gestellt, die industrielle Warenproduktion um 290 Millionen Mark zu erhöhen. Mit einer jahresanteiligen Planerfüllung von 75,2 Prozent am Ende des III. Quartals 1976 hatten sie sich schon eine solide Ausgangsbasis für ihre Beratungen geschaffen.

 

Betriebsdirektor Genosse Hellbach verwies in seinem Referat darauf, daß im AWE durch zielstrebige Intensivierung im letzten Fünfjahrplan ein Zeitgewinn erreicht wurde, der dem Arbeitszeitfonds von fast 1000 Produktionsarbeitern entspricht. Die Wettbewerbsinitiativen finden auch im Planjahr 1976 ihre Fortsetzung. So konnte Ende September im Plan der sozialistischen Rationalisierung die Arbeitszeiteinsparung zu 82,4 und die Materialkostensenkung zu 83,5 Prozent abgerechnet werden. Damit kamen die Eisenacher Automobilwerker bereits nahe an ihr Wettbewerbsziel, den Plan Wissenschaft und Technik schon innerhalb von elf Monaten zu erfüllen und zusätzlich 2000 Normstunden und Material im Werte von 160 Tausend Mark einzusparen.

 

Referat und Diskussion gaben dann Aufschlüsse über die Weiterentwicklung vor allem der Gemeinschaftsarbeit und dabei die Ausprägung von Schöpferkraft und Verantwortungsbewußtsein für Wissenschaft und Technik. Für 1977 wurde schon ein Angebot von 50 Themen für die Neuererarbeit vorgelegt. An damals bereits davon abgeleiteten 11 Neuerervereinbarungen sind 100 Arbeiter und 90 Ingenieure beteiligt. Ein anderes Beispiel ist, daß sich ein 27köpfiges Kollektiv das Ziel gestelIt hat, durch Reduzieren von Beschichtungszeiten in der Elektrotauchanlage ab Januar 1977 zwei Arbeitskräfte einzusparen. Ebenfalls werden durch Zusammenarbeit mit anderen Betrieben oder z. B. mit dem Forschungszentrum für Umformtechnik weitere Intensivierungseffekte erzielt. Tatsache ist, das beweisen Fakten und Vorhaben, die Eisenacher Automobilwerker verfolgen und realisieren im Rahmen des Planes Wissenschaft und Technik sowohl Tagesaufgaben als auch langfristige Ziele.

 

Die XIX. Internationale Rallye Wartburg, vorn MC Eisenach mit Unterstützung durch den VEB Automobilwerk Eisenach wieder vorbildlich or. ganisiert und durchgeführt, endete mit groß-artigen Erfolgen für das Eisenacher Markenerzeugnis.